Zur Entnahme der FUE wird der gesamte Hinterkopf rasiert. Unter lokaler Anästhesie werden die einzelnen Haare mit einem feinen Instrument gestanzt und herausgezogen.
Dies ist eine einfache und kostengünstige Methode für den Operateur, der Personalbedarf gering, da die Präparation der einzelnen Haarteile nicht mehr notwendig ist.
Beim Entnehmen der Haarwurzel ist die Richtung der Haarfollikel nicht ersichtlich und daher werden viele, wertvolle Follikel zerstört. Somit erhöht sich die Verletzungsrate zwischen 20% und 30%. Dadurch müssen wesentlich mehr Haare als benötigt entnommen werden, wobei es doch empfehlenswert sein müsste, diesen wertvollen Bestand mit grösster Sorgfalt zu behandeln. Bei der Entnahmestelle kommt es zu vielen kleinen Narben, welche auch Zysten bilden können. Bei dieser Technik ist der zeitliche Aufwand der Entnahme für den Patienten sehr belastend.
Da bei dieser Methode die Rasur der Spenderfläche erforderlich ist, lassen sich die Operationsmerkmale wesentlich schlechter überdecken. Die Annahme, dass diese Methode keine Narbenbildung hinterlässt, ist ein Trugschluss. Es gibt lediglich ein anderes Narbenbild. An Stelle einer feinen Linie, wie bei der herkömmlichen Methode, entstehen mit der Technik der FUE – ein guter Heilungsprozess vorausgesetzt - viele kleine, runde Narben.